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  Bisherige Meinungen und Erfahrungen: 
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  Meike schrieb am 17.11.2012  
Hallo,
mir brennt seit gestern ein Problem unter den Nägeln, das mich sehr beunruhigt bzw. auch ängstigt.
Zunächst eine kleine Vorgeschichte: ich habe meine Stute seit sie 5 ist, mittlerweile ist sie 22. Sie ist eher pferde- als menschenbezogen, aber wir haben es geschafft, uns eine gute Beziehung aufzubauen. D.h. wir haben Spaß miteinander, sie kommt (sie lebt im Offenstall) auf Zuruf freudig angetrottet, manchmal auch gerannt, streckt ihre Nase ins Halfter und folgt mir ohne Weiteres, ist motiviert bei unseren gemeinsamen Beschäftigungen (Bodenarbeit, Freidressur, manchmal auch noch Dressur-Reiten, Gelände).
Seit gestern haben wir ein neues Pferd im Stall; seit ca. 2 Jahren stand die Stute zu zweit mit einem Wallach zusammen, und davor in einer größeren Stutenherde aus bis zu 20 Pferden (ca. 6 Jahre lang), ganz früher in der Box. Die drei haben sich nach ein wenig Gequietsche gut vertragen. Als ich gestern Abend mein Mädchen holen wollte, kam sie nicht, sondern stand dicht bei der neuen Bewohnerin. Ich ging zu ihr, begrüßte sie, streifte ihr das Halfter über und drehte mich wie sonst auch um, um sie von der Koppel zu führen. Sie ging drei Schritte mit, blieb stehen. Ich klopfte leicht auf ihre Schulter (unser Zeichen, dass sie weitergehen soll), sie folgte wieder drei, vier Schritte, blieb erneut stehen. Das haben wir eine Weile weitergeführt, und plötzlich kamen die zwei Anderen im Karacho angebraust und mein Pferd verwandelte sich unvermittelt in ein prustendes, hektisches, um mich herumtrabendes Wesen. Das gab es sicherlich seit einem Jahrzehnt und länger nicht mehr. Weil ich keine Lust hatte, inmitten einer aufgebrachten Pferdegruppe durch den schmalen Koppelgang zu gehen, habe ich meine Stute wieder freigelassen, nachdem sie kurz stillgestanden und nicht mehr wie irr am Strick gezerrt hatte. Danach rasten alle drei einträchtig, aber höchst aufgeregt über die Wiese. Ich wartete, bis sie sich wieder beruhigt hatten, und startete einen neuen Versuch, aber diesmal ließ mein Pferd mich nicht mal mehr den Strick befestigen.
Also habe ich die gesamte Herde sanft Richtung Stall getrieben, denn zumindest ihr Futter wollte ich meinem Pferd noch geben, sie zumindest kurz herausholen. Das gelang auch, allerdings war sie sehr, sehr aufgeregt, rannte hin und her, soweit es der Strick erlaubte, wieherte andauernd, wirkte fast panisch, obwohl ihre beiden Herdengenossen sich kaum 5 Meter entfernt befanden und deutlich sichtbar waren.
Ich habe das Gewieher und Gepruste ignoriert und habe mich ihr gegenüber so verhalten, wie ich es sonst tue - also in alle Ruhe den Futterbehälter gefüllt und serviert. Sie hat sogar gefressen, d.h. Maulvoll nehmen, drehen, gucken, wiehern, drehen, Maulvoll nehmen, gucken, wiehern, versuchen sich loszureißen...
Ich habe dann, nachdem sie nicht mehr fressen wollte, mit dem zurückbringen noch gewartet, bis sie sich ein wenig beruhigt hatte, sie noch eine Weile gestreichelt (als Bestätigung) und sie erst dann wieder zur Herde gebracht.
Sie hat sich sofort zwischen ihren alten Partner und die neue Stute gestürzt, mit peitschendem Schweif und ängstlichen Augen, den gesamten Körper wie eine Sprungfeder gespannt, den Hintern dem bisherigen Freund zugekehrt; wehe er kam näher, dann hat sie ihn getreten, obwohl er bisher der Ranghöhere war. Sie wirkte auf mich, als hätte sie zwar Schiss, ihn zu treten, aber noch mehr Schiss, er könne an die Neue kommen. In dieser Haltung blieb sie, völlig angespannt, während die anderen Beiden Heu fraßen. Manchmal umkreiste sie die neue Stute auch wie ein Schäferhund, und als sie (vielleicht nach einer Stunde?) der Neuen mal erlaubte, den Wallach zu beschnuppern, quietschte diese, rannte weg, während mein Pferd sich sofort auf den Wallach stürzte und ihm im vorbeirennen gegen die Brust trat.

Jetzt meine Frage: was bedeutet dieses Verhalten? Hat mein Pferd eine Freundin vermisst? Ist sie verwirrt und denkt, die Neue wäre ihr Fohlen? Welchen Grund gibt es, dass sich ein bisher ruhiges, zufriedenes Tier so verhält?!
Ich kenne so ein Verhalten von ihr nicht, in den ganzen 17 Jahren hat sie noch nie so extrem an einem einzelnen Tier gehangen, und sie hat noch nie ein Pferd vor einem anderen verteidigt.
Es macht mich auch traurig, dass sie plötzlich nichts mehr von mir wissen will :-(

Liebe Grüße
Meike
     
   

Kommentar von Kelly zu Eintrag von Meike:

Hallo Meike,

Du solltest das Verhalten Deines Pferdes nicht persönlich nehmen. Ich würde der Stute Zeit lassen, sich an die neue Situation zu gewöhnen. Es ist völlig normal, dass eine derartige Umstellung ersteinmal für Aufregung unter den Pferden sorgt.

Viele Grüße und alles Gute. Kelly

 
 
 
  Margot schrieb am 07.11.2012  
Liebe Kelly,
deine Seite ist total schön und hat mir viel Mut gemacht. Ich musste mein Pony zwischenzeitlich in eine Box verbringen. Zumindest dachte ich das, ich habe, weil es ein Hafi ist, immer ein bisschen Angst vor Hufrehe.
Ich mochte die Leute in diesem Stall ganz gern, aber so sehr ich es mir einredete - ich konnte sie da nicht lassen. Deine Seite hat mir Mut gemacht zu hinterfragen und weiterzusuchen. Im alten Stall war dann leider die Box weg, außerdem konnte ich da nicht wirklich durchsetzen, dass man vorsichtig füttert.
Jetzt habe ich einen tollen Stall mit großen aber mageren Weiden gefunden und vielen anderen Hafis zum Spielen. Ich muss halt 8 km mehr fahren -aber das ist es mir wert! Und, wenn ich Lust habe, mal nicht auszureiten gibts sogar ne Halle und einen Sandplatz zum Spielen.
Alles Liebe und Gute für deine Tiere!
     
   

Kommentar von Kelly zu Eintrag von Margot:

Liebe Margot,

Danke für Deine netten Zeilen :-).

Es ist schwierig einen Stall zu finden, in dem alle Bedürfnisse - gerade für rehegefährdete Pferde - berücksichtigt werden. Ich kann Deine Entscheidung für den Stallwechsel deshalb gut nachvollziehen. Dass Dein Pony die Möglichkeit hat, ausgiebig mit anderen Pferden zu spielen, ist großartig. Dass Du die weitere Anfahrt in Kauf nimmst, ist toll. Dein Pferd wird es Dir mit Ausgeglichenheit und Freude danken :-). Schön, dass Du Dir so viele Gedanken um Gesundheit und Wohlbefinden Deines Pferdes machst - ganz liebes Lob!

Herzliche Grüße und weiterhin alles Gute für Dich und Dein Pony. Kelly

 
 
 
  Rika schrieb am 04.11.2012  
Liebe Kelly, sehr herzlichen Dank für deine Antwort. Sie hilft mir sehr weiter. Es ist gar nicht so einfach, sein eigenes WIssen aufzubauen, da so viele unterschiedliche Meinungen, auch von " Fachleuten " herrschen. Jeder sagt was anderes und ist überzeugt, seine Meinung ist die RIchtigste.
Dank deiner Homepage und der Möglichkeit hier zu schreiben, lerne ich, zu hinterfragen und mir meine eigenes Wisen aufzubauen. Liebe Kelly, ich danke dir, dass du diese Möglichkeit für alle offenhältst. Wahrscheinlich weisst du gar nicht ( oder doch? )wie hilfreich dies ist..ich habe dadurch gelernt, mit meinen Pferden andere Wege zu beschreiten, und ich kann dir sagen,sie zeigen mir jden Tag, wie toll das ist.
Liebe Grüsse
Rika
     
   

Kommentar von Kelly zu Eintrag von Rika:

Hallo Rika,

Danke für Deine Worte. Dass meine Texte so viel Hilfestellung bieten, freut mich riesig und ermuntert mich, weiterhin meine Erfahrungen öffentlich aufzuschreiben :-).

Ich weiß, dass es sehr schwer ist die Wahrheit von den vielen Unwahrheiten zu unterscheiden. Auch ich habe viele "Fehler" gemacht, weil ich manchmal den falschen Aussagen geglaubt habe. Die Suche nach dem Heilgen Gral ist dagegen ein Klaks ;-). Auf dieser Suche nach der Wahrheit bzw. dem was wirklich pferdegerecht ist und auch durch manche "Fehler" habe ich gelernt, auf mein Gefühl zu hören und vor allem auf die Botschaften der Pferde. Besonders was Haltungsbedingungen und Umgang angeht, denn Pferde teilen sich eindeutig mit. Wegen Pferdegesundheit, einschließlich Hufe, etc. habe ich gelernt Hintergrundwissen zu sammeln. Nur was sich logisch anatomisch bestätigen lässt, kann richtig sein. Dieser Weg ist zwar aufwändig und mühsam, aber absolut lohnenswert. Ich möchte Dich ermuntern, weiterhin auf Dein Gefühl zu hören und so viel Wissen wie möglich zusammen zu tragen. Wenn Dir etwas unschlüssig ist, dann frage nach. Wenn etwas ein ungutes Gefühl verursacht, suche einen anderen Weg.

Ich denke, neugierige Menschen lernen nie aus. Und das ist gut so. Immer wieder tun sich neue Erkenntnisse auf, wenn wir offen dafür sind :-). Und wenn wir erkennen, dass es einen besseren Weg gibt als den bisherigen, dürfen wir mutig genug sein, Neues auszuprobieren, immer mit dem ehrlichen Feedback unserer Pferde, das uns den richtigen Weg weißt :-).

Ich wünsche Dir alles Gute! Schön, dass es Menschen wie Dich gibt.

Viele liebe Grüße. Kelly

 
 
 
  Simone u Meggy schrieb am 29.10.2012  
Hallo liebe liebe Kelly, nach so langer Zeit möchte ich mich wieder bei dir melden. Die letzten Monate hatten wir ein wenig Hochzeitsstress aber nun kehrt wieder der Alltag zurück. Meggy ist mittlerweile in Neukirchen zuhause angekommen und fühlt sich pudelwohl bei den Berbern. Ich natürlich auch! Endlich wieder im schönen Neukirchen:) Stall ist fertig, Reitplatz eigentlich auch, aber leider noch nicht optimal:( Leichte Hanglage und Pferde rutschen leicht aus. Aber Gelände ist herrlich.
Mit den Hunden läuft es auch super, Lenny kommt in die Pubertät und nimmt im Wald öfter mal Reißaus, aber wir arbeiten dran, weil meine Hunde sehr viel frei laufen dürfen und auch sollen.
Gaaaaaanz liebe Grüße von uns allen hier an euch alle dort!!!!
     
   

Kommentar von Kelly zu Eintrag von Simone u Meggy:

Hallo liebe Simone,

schön von Euch zu hören :-).

Dass Meggy nun nach Neukirchen umziehen konnte, freut mich riesig.

Schick mir doch mal ein paar Fotos von Eurer Hochzeit und von Euren lieben Vierbeinern - das würde mich total freuen :-))).

Herzliche Grüße an alle! Kelly

 
 
 
  Rika schrieb am 27.10.2012  
Hallo Kelly, heute möchte ich mich gerne noch mal melden mit einer Frage. Ich kenne deine Inhalte fast auswendig, aber einen Punkt habe ich nicht gefunden.....vielleiht überlesen.
Mein Schmied sagte, ich " muss " die kleinen Steinchen an der weissen Linie mit einem Hufnagel rausmachen. Der normale Hufauskratzer reicht nicht. Die Steinchen würden sonst hinaufwandern und Hufgeschwüre verursachen.
Im Hufkurs, bei einem anderen Schmied, habe ich gehört, nicht hineinbohren, weil es erst recht die Löcher verursacht. Ich bin nun hin und her gerissen. Das rausholen mit dem Hufnagel macht mich nicht zufrieden,( habe jetzt mal " gehorcht " und ein paar Wochen mit dem Hufnagel gewerkt, nun ist eine Furche von, stellenweise 5 mm an der Linie. Wir hatten jahrelang keine Probleme mit den Hufen, als ich normal ausgekratzt habe.
Ich muss sagen, ich habe schon oft den Schmied gewechselt, weil ich nie zufrieden war, wie diese mit meinen Pferden umgegangen sind. Dieser kommt ganz gut zurecht, hat aber dieses Thema aufgeworfen.
Liebe Kelly, könntest du mir deine MEinung drüber mitteilen? Ich muss sagen, immer wenn ich Zweifel habe, schaue ich nach, was du drüber schreibst. Das gibt mir immer wichtige Anregungen, und vor allem den Mut, mich gegen die anderen " Pferdespezialisten " stark zu machen.
Liebe Grüsse
Rika
     
   

Kommentar von Kelly zu Eintrag von Rika:

Liebe Rika,

es ist toll, dass Du Dir so viele Gedanken um Gesundheit und Wohlbefinden Deiner Pferde machst. Dass Dir meine Texte eine Hilfe sind, freut mich sehr. Es ist großartig, dass Du kritisch hinterfragst und das viele angebliche "Expertenwissen" nicht ungeprüft übernimmst.

Zu Deiner Frage: eine gesunde und dementsprechend "dichte" Blättchenschicht (es handelt sich dabei eigentlich um den Hufbeinträger) ist nicht gefährdet durch kleine Steinchen und es ist auch kein Kratzen in dieser Schicht notwendig, schon gar nicht mit einem spitzen Gegenstand. Ist die "Blättchenschicht" auseinandergezogen auf Grund von hebelnden Hufwänden (unphysiologische Hufform) gibt es als Lösung des Problemes nur die Wiederherstellung einer gesunden Hufform ohne hebelnde Wände. Wenn Hebel an den Hufwänden durch gute und regelmäßige Hufpflege vermieden oder reduziert werden, wird die Blättchenschicht nicht strapaziert und auseinandergezogen. Steinchen haben keine Chance in eine gesunde, feste Blättchenschicht einzudringen. Oberstes Ziel sollte es also sein eine gesunde Hufform herzustellen, dann gibt es auch keine Steinchen mehr in der Blättchenschicht. Wenn Du Dich genauer mit dem Thema auseinandersetzen möchtest, gib doch einfach mal in Google "Blättchenschicht Weiße Linie" ein, dann kannst Du Dir mal genau in Text und Bild ansehen, was der Hufbeinträger zu leisten hat und wie dieser durch kompetente Hufpflege gesund erhalten wird. Das ganze Hufthema ist sehr komplex und erfordert viel Hintergrundwissen. Es ist auf jeden Fall zu empfehlen, sich mit Hufgesundheit, Anatomie und Bewegungsmechanik auseinander zu setzen (viele Hufbearbeiter/Hufschmiede tun das nämlich leider nicht oder nicht ausreichend).

Ich hoffe, ich konnte Dir weiter helfen.

Herzliche Grüße und bleib kritisch :-). Kelly

 
 
 
  Sina schrieb am 21.10.2012  
Liebe Kelly,

ich möchte für deine Homepage ein riesen Lob aussprechen! Ich finde es toll, dass du uns alle an deinen Erfahrungen und Erkenntnissen teilhaben lässt - vielen Dank.

Da du seit ja seit einiger Zeit auch einen Hund hast, wollte ich mal fragen, ob du ein paar Buchtipps oder interessante Webtipps dazu hast? Deine Buchtipps helfen mir nämlich immer sehr weiter :-).

Herzliche Grüße, Sina
     
   

Kommentar von Kelly zu Eintrag von Sina:

Liebe Sina,

herzlichen Dank für Deine netten Lobesworte. Ich freue mich, dass Du auf meiner Webseite immer wieder Tipps und Anregungen findest, die Dir weiter helfen :-).

Unseren Woody haben wir seit gestern genau ein Jahr :-). In dieser Zeit habe ich viele Bücher über Hunde gelesen. Leider war nicht wirklich ein empfehlenswertes Buch dabei. Viele Hundetrainer halten immer noch an der "Rangstrategie" fest. Einzige Alternative ist das Clickertraining. Über natürliche Erziehung und Beschäftigung habe ich bisher nichts Brauchbares gefunden. Was mir bisher ein wenig geholfen hat, das Verhalten von Woody besser zu verstehen, sind Bücher über Wölfe und Rudelverhalten bei freilebenden Wölfen. Bei Woodys Erziehung halte ich erfolgreich an meiner Positivbestärkung und natürlicher Kommunikation fest. Woody hat sehr viel Freude am Lernen. Wie gesagt für Hunde speziell habe ich leider keinen Buchtipp und wäre dankbar über jede Buch- und/oder Webempfehlung :-). Falls Du hundefreundliche Bücher und Webseiten findest, lass es mich bitte wissen :-).

Herzliche Grüße. Kelly

 
 
 
  Astrid schrieb am 17.10.2012  
Liebe Kelly,
durch "Zufall" bin ich auf Deine Seite gekommen. Ich bin ganz tief bewegt, teilweise zu Tränen gerührt. Mit jedem Wort, das ich lese, stimme ich dir mehr zu und merke, dass es genau das ist, nach dem ich immer gesucht habe. Viel Geld habe ich bereits für Kurse ausgegeben, bei denen mein Bauchgefühl immer etwas als nicht richtig empfunden hat, ich aber nicht definieren konnte, warum. Jetzt weiß ich, dass ich mich auf mein Gefühl verlassen kann und dass ich einige Dinge, die du beschreibst, bereits gemacht habe, ohne zu wissen warum. Deine Seite und deine Einstellung Pferden gegenüber haben mir die Augen und das Herz geöffnet für einen Weg, den mir meine Pferde schon längst aufgezeigt haben ... Ich habe großen Respekt vor deiner Weisheit (für deren Erlangung ein Leben überhaupt nicht ausreicht)und danke dir von ganzem Herzen, dass du uns alle teilhaben lässt an deinen Erkenntnissen und Gedanken, ganz ohne Eigennutz.
Alles Gute für dich und alle 2- und 4-Beiner um dich herum
Astrid
     
   

Kommentar von Kelly zu Eintrag von Astrid:

Liebe Astrid,

Deine Worte haben mich zutiefst berührt. Vielen Dank.

Ich freue mich, dass es einfühlsame, sensible Gefühlsmenschen wie Dich gibt. Es ist großartig, dass Du meine Gefühle mitempfinden kannst. Das Vertrauen auf das eigene Bauchgefühl ist ein wertvoller Begleiter im Leben. Schön, dass auch Du diese Erfahrung machst :-).

Ich wünsche Dir auf Deinem weiteren Weg alles erdenklich Gute.

Herzliche Grüße. Kelly

 
 
 
  Rika schrieb am 02.09.2012  
Hallo Kelly, ich muss sagen, ich bin schon etwas ins Grübeln gekommen, ob ich meine Nichtreiterentscheidung noch mal überspüren möchte.
Das braucht wahrscheinlich Zeit, und ich werde wissen, wenn es soweit ist. Wenn ich meine Zweifel überwinde, werde ich es vielleicht wieder versuchen. Ich arbeite ja ohnehin mit meinem jungen Pferd am Boden, um die Voraussetzungen dafür zu schaffen. Vielleicht gibt er mir auch das Signal ( die EInladung..) dazu, wenn es Zeit ist, mich mal raufzusetzen. Das kann keine Kopfentscheidung sein, das muss ich fühlen.
Ich habe alles an Literatur, was es so gibt, vor allem auch die tollen Bücher, die du auf deinen Seiten empfiehlst. Ich habe mich an vielen tollen Pferdemenschen orientiert, zu denen ich dich auch zähle. Ich kann sagen, ich bin sehr angetan davon, was sich mit meinen Pferden, die ja auch traumatisiert sind, verändert hat. Für mich ist es total wichtig, die Pferde nicht zu dressieren, sondern mit ihnen gemeinsam zu sein und zu schauen, was ihnen SPass macht. Sie sollen nicht meine Hampelänner werden, nur damit ich meine Bespassung habe. Pferde sind so leicht manipulierbar, weil sie im Grunde so friedfertig sind sind.
Ich finde da deine Seiten sehr hilfreich....
Der Zweifel, ob reiten gut für die Pferde ist, wird sich halt nicht so schnell auflösen lassen, aber ich werde sehen, wie sich das entwickelt. Ich geniesse auch die Spaziergänge und die Bodenarbet sehr.
Liebe Kelly, ich hoffe, deinen Pferden geht es gut, ich glaube sie sind auch schon älter...ich wünsche dir eine schöne Zeit.

Liebe Grüsse Rika
     
   

Kommentar von Kelly zu Eintrag von Rika:

Hallo Rika,

ich denke, wenn Du auf Dein Gefühl hörst, kannst Du nichts falsch machen :-).

Dass Du Dich bereits mit Pferdeanatomie, Bewegungsgefühl usw. auseinandersetzt ist super.

Deine Worte über das Reiten, wie es "normalerweise" stattfindet, sind leider wahr. Schön, dass es Menschen wie Dich gibt, die die Friedfertigkeit der Pferde nicht für ihre Zwecke missbrauchen, sondern stattdessen den Pferden auf einer gemeinsamen Ebene begegnen.

Ich wünsche Dir und Deinen Pferden alles Gute auf Eurem gemeinsamen Weg.

Herzliche Grüße. Kelly

 
 
 
  Unbekannt schrieb am 27.08.2012  
Hallo Kelly, danke für deine ANtwort. Ich möchte mich noch mal mit einer Frage, bzw. einem Eindruck von mir melden.
Was du über das Nahe sein am Pferderücken schreibst, kann ich gut nachvollziehen......das ist etwas, wonach ich mich auch sehne. Leider zweifle ich daran, dass die Pferdebeine das Gewicht unbeschadet tragen können. ( rede aber von normalgewichtigen Reitern,) Natürlich kommt es hier auf das Mass und die Beanspruchung an. Meinen Pferden habe ich vor 10 Monaten die Eisen abgenommen und sie sind schon noch fühlig,( am Schotter) haben eine sehr dünne Sohle..da wäre die BElastung sicher zu hoch.
Vielleicht kannst du mir noch deine MEinung über das Reitergewicht und die Belastung der Beine mitteilen...vor allem ohne Eisen.
Woran erkennst du, dass deine Pferde es schätzen, wenn du dich draufsetzt, das finde ich ja sehr interessant..
Liebe Grüsse Rika
     
   

Kommentar von Kelly zu Eintrag von Unbekannt:

Hallo Rika,

danke für Deine Rückmeldung.

Dass Pferde nicht von Natur aus in der Lage sind, das Reitergewicht unbeschadet zu tragen, ist wahr. Deshalb ist es ja so wichtig, das Pferd vorher am Boden entsprechend vorzubereiten. Dazu gehören Balanceübungen, pferdegemäße Gymnastik und vieles mehr. Es gibt zahlreiche Bücher über Pferdeanatomie, Bewegungsmechanik und pferdegerechtes Reiten – schau Dich doch einfach mal nach entsprechender Lektüre um, damit Du Dir das nötige Grundwissen aneignen kannst. Kurse und Seminare sind in dieser Sache auf jeden Fall auch zu empfehlen. Nicht zuletzt weil viel Einfühlungsvermögen und Körpergefühl seitens des Menschen erforderlich ist, um die Pferde entsprechend schulen zu können. Einige Ausführungen findest Du hier in meinen Texten, u.a. bei `Aufgekommene Fragen`.

Dass es meine Pferde schätzen, wenn ich sie von ihrem Rücken aus unterstütze, erkenne ich daran, dass sie sich dann noch anmutiger, schwungvoller, geschmeidiger und harmonischer bewegen und mich entsprechend in die Bewegungen mitnehmen :-). Wobei ich das Reiten wie es allgemein betrieben wird nicht meine – sondern vielmehr das Zusammensein mit meinen Pferden und die gegenseitige Kommunikation, immer im Sinne und zum Wohl des Pferdes.

Viele Grüße und viel Freude beim Lernen und Üben. Kelly

 
 
 
  Sina schrieb am 24.08.2012  
Hallo liebe Kelly!

Ich habe in letzter Zeit viel über Clickertraining gelesen. Einerseits finde ich die „Trainingsweise“ sehr gut, da man auf positive Weise belohnen, sehr feine Signale geben kann und und und. Andererseits finde ich es sehr unpersönlich und technisch. Was hältst du vom Clickertraining? Ich bin mir da irgendwie ein bisschen unsicher… Ich glaube ich fände es auch nervig und ich würde mich abhängig fühlen, wenn ich immer einen Clicker mit mir rumtragen müsste… Du arbeitest doch auch mit der positiven Bestärkung?! Machst du es dann wie beim Clickertraining – anstatt des Clicks ein Lobwort? ;-)

Ich wollte auch noch fragen, wie du es machst, dass deine Pferde unangebunden am Anbindeplatz stehen?! Hast du ihnen das Signal „Steh“ beigebracht, oder wie machst du das?! :-)

Ich habe jetzt auch schon viele Bücher von deinen Buchempfehlungen über Selbsterkenntnis und persönliches Wachstum gelesen. Sehr interessant! ;-)

Vielen Dank schon mal für deine Antwort! :-)

Viele Grüße, Sina
     
   

Kommentar von Kelly zu Eintrag von Sina:

Hallo Sina,

herzlichen Dank für Deine netten Zeilen. Es ist toll, dass Du Dir so viele Gedanken machst :-). Gerne möchte ich versuchen, Deine Fragen zu beantworten :-).

Ich selbst verwende keinen Clicker. Ich kenne allerdings viele Menschen, die darauf schwören, einfach deshalb, weil man damit punktgenau reagieren kann. Wenn das Clickertraining richtig gemacht wird, ist es nicht unpersönlich, da der Clicker irgendwann zur Nebensache wird und die Beschäftigung an sich für das Pferd selbstbelohnend wird :-). Wenn Du Dich genauer damit befassen möchtest, guck doch mal bei Marlitt Wendt unter www.pferdsein.de und bei Heike Uthmann ins Clickerforum unter http://www.familie-uthmann.de/Forum/ . Wenn Du Dich mit Lernverhalten allgemein und mit positiver Bestärkung im Besonderen (ohne Clicker) auseinander setzten möchtest, empfehle ich Dir das Buch „Positiv bestärken – sanft erziehen“ von Karen Prior.

Meinen Pferden habe ich zum Stehenbleiben am Anbindeplatz kein Signal beigebracht ;-). Das geschieht alles in gegenseitigem Einvernehmen. Was natürlich nur dann klappt, wenn sich das Pferd auf das Zusammensein mit mir freut.

Dass Du Dich für Selbsterkenntnis und persönliches Wachstum interessierst ist großartig. Ich denke mit sich selbst im Reinen zu sein ist die wichtigste Voraussetzung um mit sich selbst und mit anderen in positiver Art und Weise umzugehen :-).

Ich wünsche Dir weiterhin viele bereichernde Erlebnisse und Erkenntnisse :-).

Viele Grüße und alles Gute. Kelly

 
 
 
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