Immer zeige ich meinen Pferden was ich in der Hand habe. Hier halte ich Smokey´s Pad - freudig hat er sein Pad begutachtet und wird dafür gerade von mir gelobt. Dieses "Ritual" führen wir bei jedem Satteln durch und ich halte es für sehr wichtig, dem Pferd immer zu zeigen, womit ich auf es zugehe und dieses sogar auf seinen Rücken lege. Für jedes interessierte Anschauen und Beschnuppern wird das Pferd mit lobenden Worten und zärtlichen Streicheleinheiten belohnt.  

Sanft und langsam lege ich das Pad auf Smokey´s Rücken. Smokey steht dabei frei, er sieht jederzeit was ich tue und ich bereite ihn stets durch Berühren an der entsprechenden Körperstelle auf Neues vor. Smokey fühlt nach hinten, er erfühlt was ich tue.

Ich möchte mich nochmals wiederholen: dies alles läuft in langsamen, bewussten Bewegungen ab --- Zeitlupe sozusagen, und das immer - bei jedem Satteln. Das ist sehr, sehr wichtig!
 

Ich trage den Sattel zu Smokey hin. Wieder zeige ich ihm das "Objekt", er schnuppert daran und gibt mir dann durch Beendigung seiner "Untersuchung" das ok, dass ich den Sattel vorsichtig auf seinen Rücken legen kann. Auf dem Bild lobe ich Smokey gerade dafür, dass er den Sattel so aufmerksam untersucht.  

In Zeitlupe (ohne jeglichen Schwung!!) mit äußerster Vorsicht und Sanftheit lege ich den Sattel behutsam auf Smokey´s Rücken. Smokey fühlt nach hinten, er weiß, dass ihn nichts Schlimmes erwartet --- er weiß, dass der Sattel ganz sanft wie eine Feder auf seinem Rücken abgesetzt wird.  

Ich prüfe die Lage des Pads und des Sattels von beiden Seiten. Smokey ist stets aufmerksam und beobachtet genau was ich da tue. Jede meiner Bewegungen führe ich bewusst und langsam aus.

Smokey litt lange Zeit unter einem Sattelzwang, er hatte eine "weggerittene" Rückenmuskulatur durch einen unpassenden Sattel und dadurch starke Schmerzen. Dass Smokey sich mittlerweile freiwillig satteln lässt und sich sogar freut, wenn er mich mit dem Sattel kommen sieht ist für uns ein großer Erfolg. Ich bin Smokey sehr dankbar, dass er bereit ist, mit mir gemeinsam seine Ängste in Angriff zu nehmen und zu besiegen.
 

Ich streiche an Smokey Bauch entlang, langsam nehme ich den Sattelgurt unter seinem Bauch auf. Dabei streichle ich Smokey weiter von vorne nach hinten an seinem Bauch entlang, das vermittelt Smokey ein gutes Körpergefühl und glättet die Haare, so dass sich nichts unter dem Sattelgurt "spießt".  

Langsam und mit wenig Zug schließe ich den Sattelgurt. Smokey fühlt nach wie vor zu mir nach hinten. Dadurch dass ich Smokey mit soviel "Gefühl" sattle, bläst er nicht mal seinen Bauch auf, so wie das manche Pferde tun, weil sie Angst haben, der Gurt wird straff und unangenehm angezogen. Bevor ich losreite, mache ich den Gurt noch ein Loch enger... und los gehts --- voller Zufriedenheit auf beiden Seiten und ganz ohne Stress. So hat das Satteln vor dem Reiten fast etwas Meditatives und Mensch und Pferd gehen entspannt in den gemeinsamen Ausflug.