Aufgekommene Fragen...

 
   
     
 
 
     
  Ich wurde gefragt:  
  [...] ich hatte so den Eindruck, dass du das RoundPen ablehnst. Ich finde es ansich nicht schlecht, es kommt halt darauf an, was man da drin macht. Die Methoden à la Monty Roberts mit dem Herumjagen finde ich auch nicht empfehlenswert, da stimme ich dir zu. Wenn ich aber mit dem Pferd in Ruhe arbeiten möchte, gehe ich ganz gerne da rein. Da wird nicht nur das Pferd nicht so leicht abgelenkt sondern auch der Mensch nicht. Viele Menschen haben das Problem, dass sie sich selber leicht ablenken lassen und sich dann wundern wieso das Pferd nicht "zuhört" und "mitarbeitet"...  
     
  Meine Meinung dazu:  
  [...]
Richtig - Ich bin kein Befürworter des Roundpen.
Ich „helfe“ einigen Bekannten beim Umgang mit ihren Vierbeinern, zwei davon S. und C. verfügen nur über einen Roundpen. Ich tue mich da sehr schwer, weil es keine Geraden gibt und weil sich die Pferde irgendwie – so hab ich jedenfalls das Gefühl – eingesperrt und gegängelt fühlen in dem hoch umzäunten Rundell. C.´s Wallach ist jung und wird gerade eingeritten, er hat noch Probleme mit Biegungen -- ihn da durch den vorgegebenen Kreis in eine Biegung zu zwingen, hat zu Verspannungen und Gegenwehr seitens des Pferdes geführt. Als ich den Wallach bei mir auf dem (provisorischen) Platz arbeitete, verlor er seine Angst vor dem Biegen, weil er wusste, wenn er aus dem Gleichgewicht kommt oder ihm eine Biegung unangenehm wird, kann er geradeaus laufen und sich mittels Hals/Kopf ausbalancieren. Ich möchte mir die Biegung des Pferdes gymnastizierend erarbeiten und nicht dem Pferd den Weg durch eine äußere runde Begrenzung vorschreiben.

Ohne gerade Bande (bzw. im Gelände: Wegrand etc.) kann ich kaum sinnvoll Seitengänge trainieren, ich habe keine gerade Begrenzung für Wendungen auf dem Punkt. Ich kann das Pferd nicht an der Bande anlehnend rückwärts treten lassen, usw. Außerdem sind Biegungen dann am Sinnvollsten, wenn ich das Pferd immer wieder kurz gerade stellen kann – das ist im Roundpen nicht möglich. Für mich hat der Roundpen viele Nachteile und wann immer ich irgendwo hinkomme, wo ich die Möglichkeit habe zu wählen zwischem großen Platz bzw. Abtrennung auf der Weide oder Roundpen wähle ich ersteres. Aus Erfahrung :-). Ich kenne einige Pferde, die viel im Roundpen "gearbeitet" werden. Diese suchen oft auf dem großen, viereckigen Reitplatz oder im Gelände verzweifelt nach der äußeren Bande, sie treten nicht gebogen in die Ecken und gehen nicht gerne in die Mitte der Bahn, im Gelände „schwanken“ sie teilweise förmlich. Um ein Pferd an den äußeren Zügel zu stellen, was ja das Wichtigste in der reiterlichen Ausbildung ist, muss ich das Pferd von der Bande „lösen“ können, was im Roundpen kaum möglich ist, schon auf Grund der geringen Größe. So jedenfalls meine Erfahrungen. Wenn Du den Roundpen sinnvoll nutzen kannst und tust ist das ja umso besser :-) --- ich bin jederzeit gerne offen für Anregungen.
[...]
 
     
 
 
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