Erlebnisse, Erfahrungen, Erkenntnisse

 
   
     
 
 
     
  Auszug aus meinem Tagebuch:  
  Tagebuch Pferdeklinik August 2013
18. bis 25.08.2013
 
     
     
  Lea war im August zur Neurektomie in der Pferdeklinik Bieberstein in Thierlstein bei Cham (Teile von Lea´s Krankengeschichte seit 1996 findet Ihr auch auf unserer Webseite). Vor der Operation wurde Lea eingehend untersucht und es wurden aktuelle Röntgenbilder ihrer Vorderbeine erstellt. Die Untersuchungen bestätigten die vorangegangenen Diagnosen und die Operation wurde von beiden Tierärzten empfohlen. Ich wurde vor der Operation detailliert beraten und eindringlich darauf hingewiesen, dass mit einem neurektomierten Pferd viel Verantwortungsbewusstsein von Nöten ist, da das Pferd manche Teile des Beines nun nicht mehr spürt. Die Ärzte nahmen sich viel Zeit, um alles bis ins kleinste Detail mit mir zu besprechen. Ich fühlte mich bzw. Lea in guten Händen.

Am nächsten Tag (20.08.13) wurde Lea operiert. Die Operation ist gut verlaufen. Nach etwa 1,5 Stunden war alles vorbei.

Smokey war mit in der Klinik, damit Lea nicht alleine ins Unbekannte musste. Es war nicht einfach für die Beiden, da sie ja einen Offenstall gewöhnt sind und nun in Boxen hinter Gittern gesperrt wurden. Smokey fing bereits am zweiten Tag an in der Box „Runden zu laufen“ und mit der Brust gegen die Gitter zu stoßen. Ich war jeden Tag in der Klinik um mit Smokey ausreiten zu gehen und ihn zu beschäftigen, dennoch war die Box für ihn ein Graus. Lea hat sich mit der Situation in der Box einigermaßen abgefunden, solange 24h Heu zur Verfügung stand. Der Aufenthalt war zum Glück nur für eine Woche, dann durften die zwei Fellnasen wieder nach Hause. Beiden geht es gut. Smokey hat sich von seinem „Boxentrauma“ erholt, er hatte sich kurz vor Ende des Aufenthalts noch den Kopf blutig geschlagen als er versuchte durch die kleine Luke der Boxentüre zu springen. Zum Glück nur eine harmlose Platzwunde, aber es macht doch recht deutlich, dass Pferde unter Boxenhaltung leiden und dass Boxenhaltung nicht pferdegerecht ist.

Lea läuft seit der OP entspannter und gleichmäßiger. Ich denke, es war die richtige Entscheidung, Lea operieren zu lassen. Ich hoffe, dass sie so ihren „Lebensabend“ besser, weil schmerzfrei, genießen kann. Die Nachsorge und Wundheilung verlief unproblematisch. Lea bekommt weiterhin ihre natürlichen Medikamente in Form von Teufelskrallenwurzel, Ingwer und Algenkalk, um das Fortschreiten der Krankheit einzudämmen. Natürlich beschäftige ich Lea weiterhin wie bisher mit Physiotherapie und Pferdegymnastik. Die Übungen machen ihr genauso viel Spaß wie zuvor und sie ist mit Feuereifer bei der Sache. Am Anfang war ich recht unsicher, doch mittlerweile habe ich mich gut mit der Situation zurecht gefunden. Und Lea natürlich auch. Von Anfang an lief sie sicher, sie stolpert nicht und hat auch sonst noch viel Gefühl für ihre Beine. Lediglich der hintere Teil der Ballen und Teile der Hufsohle reagieren nicht auf Reize, der Rest des Beines und Hufes ist nach wie vor normal fühlfähig. Bisher bin ich sehr zufrieden, WEIL Lea zufrieden ist. Ich hoffe, dass es positiv weitergeht :-).
 
     
  Ein Team von mehreren Pferdefachärzten und Arzthelfern ist im Einsatz. Lea ist in besten Händen. Von der ersten bis zur letzten Minute stehen wir Lea bei.  
     
     
     
     
     
  Lea nach der Operation noch etwas benebelt, aber munter. Ich bin erleichtert. Alles lief problemlos.  
     
  Smokey in der Box schräg gegenüber mit direktem Blickkontakt zu Lea.  
     
  Lea wenige Wochen nach der Operation (19.10.13)  
     
     
     
     
     
  Freundschaft ...  
     
 
 
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