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  Bisherige Meinungen und Erfahrungen: 
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  Rika schrieb am 04.11.2012  
Liebe Kelly, sehr herzlichen Dank für deine Antwort. Sie hilft mir sehr weiter. Es ist gar nicht so einfach, sein eigenes WIssen aufzubauen, da so viele unterschiedliche Meinungen, auch von " Fachleuten " herrschen. Jeder sagt was anderes und ist überzeugt, seine Meinung ist die RIchtigste.
Dank deiner Homepage und der Möglichkeit hier zu schreiben, lerne ich, zu hinterfragen und mir meine eigenes Wisen aufzubauen. Liebe Kelly, ich danke dir, dass du diese Möglichkeit für alle offenhältst. Wahrscheinlich weisst du gar nicht ( oder doch? )wie hilfreich dies ist..ich habe dadurch gelernt, mit meinen Pferden andere Wege zu beschreiten, und ich kann dir sagen,sie zeigen mir jden Tag, wie toll das ist.
Liebe Grüsse
Rika
     
   

Kommentar von Kelly zu Eintrag von Rika:

Hallo Rika,

Danke für Deine Worte. Dass meine Texte so viel Hilfestellung bieten, freut mich riesig und ermuntert mich, weiterhin meine Erfahrungen öffentlich aufzuschreiben :-).

Ich weiß, dass es sehr schwer ist die Wahrheit von den vielen Unwahrheiten zu unterscheiden. Auch ich habe viele "Fehler" gemacht, weil ich manchmal den falschen Aussagen geglaubt habe. Die Suche nach dem Heilgen Gral ist dagegen ein Klaks ;-). Auf dieser Suche nach der Wahrheit bzw. dem was wirklich pferdegerecht ist und auch durch manche "Fehler" habe ich gelernt, auf mein Gefühl zu hören und vor allem auf die Botschaften der Pferde. Besonders was Haltungsbedingungen und Umgang angeht, denn Pferde teilen sich eindeutig mit. Wegen Pferdegesundheit, einschließlich Hufe, etc. habe ich gelernt Hintergrundwissen zu sammeln. Nur was sich logisch anatomisch bestätigen lässt, kann richtig sein. Dieser Weg ist zwar aufwändig und mühsam, aber absolut lohnenswert. Ich möchte Dich ermuntern, weiterhin auf Dein Gefühl zu hören und so viel Wissen wie möglich zusammen zu tragen. Wenn Dir etwas unschlüssig ist, dann frage nach. Wenn etwas ein ungutes Gefühl verursacht, suche einen anderen Weg.

Ich denke, neugierige Menschen lernen nie aus. Und das ist gut so. Immer wieder tun sich neue Erkenntnisse auf, wenn wir offen dafür sind :-). Und wenn wir erkennen, dass es einen besseren Weg gibt als den bisherigen, dürfen wir mutig genug sein, Neues auszuprobieren, immer mit dem ehrlichen Feedback unserer Pferde, das uns den richtigen Weg weißt :-).

Ich wünsche Dir alles Gute! Schön, dass es Menschen wie Dich gibt.

Viele liebe Grüße. Kelly

 
 
 
  Simone u Meggy schrieb am 29.10.2012  
Hallo liebe liebe Kelly, nach so langer Zeit möchte ich mich wieder bei dir melden. Die letzten Monate hatten wir ein wenig Hochzeitsstress aber nun kehrt wieder der Alltag zurück. Meggy ist mittlerweile in Neukirchen zuhause angekommen und fühlt sich pudelwohl bei den Berbern. Ich natürlich auch! Endlich wieder im schönen Neukirchen:) Stall ist fertig, Reitplatz eigentlich auch, aber leider noch nicht optimal:( Leichte Hanglage und Pferde rutschen leicht aus. Aber Gelände ist herrlich.
Mit den Hunden läuft es auch super, Lenny kommt in die Pubertät und nimmt im Wald öfter mal Reißaus, aber wir arbeiten dran, weil meine Hunde sehr viel frei laufen dürfen und auch sollen.
Gaaaaaanz liebe Grüße von uns allen hier an euch alle dort!!!!
     
   

Kommentar von Kelly zu Eintrag von Simone u Meggy:

Hallo liebe Simone,

schön von Euch zu hören :-).

Dass Meggy nun nach Neukirchen umziehen konnte, freut mich riesig.

Schick mir doch mal ein paar Fotos von Eurer Hochzeit und von Euren lieben Vierbeinern - das würde mich total freuen :-))).

Herzliche Grüße an alle! Kelly

 
 
 
  Rika schrieb am 27.10.2012  
Hallo Kelly, heute möchte ich mich gerne noch mal melden mit einer Frage. Ich kenne deine Inhalte fast auswendig, aber einen Punkt habe ich nicht gefunden.....vielleiht überlesen.
Mein Schmied sagte, ich " muss " die kleinen Steinchen an der weissen Linie mit einem Hufnagel rausmachen. Der normale Hufauskratzer reicht nicht. Die Steinchen würden sonst hinaufwandern und Hufgeschwüre verursachen.
Im Hufkurs, bei einem anderen Schmied, habe ich gehört, nicht hineinbohren, weil es erst recht die Löcher verursacht. Ich bin nun hin und her gerissen. Das rausholen mit dem Hufnagel macht mich nicht zufrieden,( habe jetzt mal " gehorcht " und ein paar Wochen mit dem Hufnagel gewerkt, nun ist eine Furche von, stellenweise 5 mm an der Linie. Wir hatten jahrelang keine Probleme mit den Hufen, als ich normal ausgekratzt habe.
Ich muss sagen, ich habe schon oft den Schmied gewechselt, weil ich nie zufrieden war, wie diese mit meinen Pferden umgegangen sind. Dieser kommt ganz gut zurecht, hat aber dieses Thema aufgeworfen.
Liebe Kelly, könntest du mir deine MEinung drüber mitteilen? Ich muss sagen, immer wenn ich Zweifel habe, schaue ich nach, was du drüber schreibst. Das gibt mir immer wichtige Anregungen, und vor allem den Mut, mich gegen die anderen " Pferdespezialisten " stark zu machen.
Liebe Grüsse
Rika
     
   

Kommentar von Kelly zu Eintrag von Rika:

Liebe Rika,

es ist toll, dass Du Dir so viele Gedanken um Gesundheit und Wohlbefinden Deiner Pferde machst. Dass Dir meine Texte eine Hilfe sind, freut mich sehr. Es ist großartig, dass Du kritisch hinterfragst und das viele angebliche "Expertenwissen" nicht ungeprüft übernimmst.

Zu Deiner Frage: eine gesunde und dementsprechend "dichte" Blättchenschicht (es handelt sich dabei eigentlich um den Hufbeinträger) ist nicht gefährdet durch kleine Steinchen und es ist auch kein Kratzen in dieser Schicht notwendig, schon gar nicht mit einem spitzen Gegenstand. Ist die "Blättchenschicht" auseinandergezogen auf Grund von hebelnden Hufwänden (unphysiologische Hufform) gibt es als Lösung des Problemes nur die Wiederherstellung einer gesunden Hufform ohne hebelnde Wände. Wenn Hebel an den Hufwänden durch gute und regelmäßige Hufpflege vermieden oder reduziert werden, wird die Blättchenschicht nicht strapaziert und auseinandergezogen. Steinchen haben keine Chance in eine gesunde, feste Blättchenschicht einzudringen. Oberstes Ziel sollte es also sein eine gesunde Hufform herzustellen, dann gibt es auch keine Steinchen mehr in der Blättchenschicht. Wenn Du Dich genauer mit dem Thema auseinandersetzen möchtest, gib doch einfach mal in Google "Blättchenschicht Weiße Linie" ein, dann kannst Du Dir mal genau in Text und Bild ansehen, was der Hufbeinträger zu leisten hat und wie dieser durch kompetente Hufpflege gesund erhalten wird. Das ganze Hufthema ist sehr komplex und erfordert viel Hintergrundwissen. Es ist auf jeden Fall zu empfehlen, sich mit Hufgesundheit, Anatomie und Bewegungsmechanik auseinander zu setzen (viele Hufbearbeiter/Hufschmiede tun das nämlich leider nicht oder nicht ausreichend).

Ich hoffe, ich konnte Dir weiter helfen.

Herzliche Grüße und bleib kritisch :-). Kelly

 
 
 
  Sina schrieb am 21.10.2012  
Liebe Kelly,

ich möchte für deine Homepage ein riesen Lob aussprechen! Ich finde es toll, dass du uns alle an deinen Erfahrungen und Erkenntnissen teilhaben lässt - vielen Dank.

Da du seit ja seit einiger Zeit auch einen Hund hast, wollte ich mal fragen, ob du ein paar Buchtipps oder interessante Webtipps dazu hast? Deine Buchtipps helfen mir nämlich immer sehr weiter :-).

Herzliche Grüße, Sina
     
   

Kommentar von Kelly zu Eintrag von Sina:

Liebe Sina,

herzlichen Dank für Deine netten Lobesworte. Ich freue mich, dass Du auf meiner Webseite immer wieder Tipps und Anregungen findest, die Dir weiter helfen :-).

Unseren Woody haben wir seit gestern genau ein Jahr :-). In dieser Zeit habe ich viele Bücher über Hunde gelesen. Leider war nicht wirklich ein empfehlenswertes Buch dabei. Viele Hundetrainer halten immer noch an der "Rangstrategie" fest. Einzige Alternative ist das Clickertraining. Über natürliche Erziehung und Beschäftigung habe ich bisher nichts Brauchbares gefunden. Was mir bisher ein wenig geholfen hat, das Verhalten von Woody besser zu verstehen, sind Bücher über Wölfe und Rudelverhalten bei freilebenden Wölfen. Bei Woodys Erziehung halte ich erfolgreich an meiner Positivbestärkung und natürlicher Kommunikation fest. Woody hat sehr viel Freude am Lernen. Wie gesagt für Hunde speziell habe ich leider keinen Buchtipp und wäre dankbar über jede Buch- und/oder Webempfehlung :-). Falls Du hundefreundliche Bücher und Webseiten findest, lass es mich bitte wissen :-).

Herzliche Grüße. Kelly

 
 
 
  Astrid schrieb am 17.10.2012  
Liebe Kelly,
durch "Zufall" bin ich auf Deine Seite gekommen. Ich bin ganz tief bewegt, teilweise zu Tränen gerührt. Mit jedem Wort, das ich lese, stimme ich dir mehr zu und merke, dass es genau das ist, nach dem ich immer gesucht habe. Viel Geld habe ich bereits für Kurse ausgegeben, bei denen mein Bauchgefühl immer etwas als nicht richtig empfunden hat, ich aber nicht definieren konnte, warum. Jetzt weiß ich, dass ich mich auf mein Gefühl verlassen kann und dass ich einige Dinge, die du beschreibst, bereits gemacht habe, ohne zu wissen warum. Deine Seite und deine Einstellung Pferden gegenüber haben mir die Augen und das Herz geöffnet für einen Weg, den mir meine Pferde schon längst aufgezeigt haben ... Ich habe großen Respekt vor deiner Weisheit (für deren Erlangung ein Leben überhaupt nicht ausreicht)und danke dir von ganzem Herzen, dass du uns alle teilhaben lässt an deinen Erkenntnissen und Gedanken, ganz ohne Eigennutz.
Alles Gute für dich und alle 2- und 4-Beiner um dich herum
Astrid
     
   

Kommentar von Kelly zu Eintrag von Astrid:

Liebe Astrid,

Deine Worte haben mich zutiefst berührt. Vielen Dank.

Ich freue mich, dass es einfühlsame, sensible Gefühlsmenschen wie Dich gibt. Es ist großartig, dass Du meine Gefühle mitempfinden kannst. Das Vertrauen auf das eigene Bauchgefühl ist ein wertvoller Begleiter im Leben. Schön, dass auch Du diese Erfahrung machst :-).

Ich wünsche Dir auf Deinem weiteren Weg alles erdenklich Gute.

Herzliche Grüße. Kelly

 
 
 
  Rika schrieb am 02.09.2012  
Hallo Kelly, ich muss sagen, ich bin schon etwas ins Grübeln gekommen, ob ich meine Nichtreiterentscheidung noch mal überspüren möchte.
Das braucht wahrscheinlich Zeit, und ich werde wissen, wenn es soweit ist. Wenn ich meine Zweifel überwinde, werde ich es vielleicht wieder versuchen. Ich arbeite ja ohnehin mit meinem jungen Pferd am Boden, um die Voraussetzungen dafür zu schaffen. Vielleicht gibt er mir auch das Signal ( die EInladung..) dazu, wenn es Zeit ist, mich mal raufzusetzen. Das kann keine Kopfentscheidung sein, das muss ich fühlen.
Ich habe alles an Literatur, was es so gibt, vor allem auch die tollen Bücher, die du auf deinen Seiten empfiehlst. Ich habe mich an vielen tollen Pferdemenschen orientiert, zu denen ich dich auch zähle. Ich kann sagen, ich bin sehr angetan davon, was sich mit meinen Pferden, die ja auch traumatisiert sind, verändert hat. Für mich ist es total wichtig, die Pferde nicht zu dressieren, sondern mit ihnen gemeinsam zu sein und zu schauen, was ihnen SPass macht. Sie sollen nicht meine Hampelänner werden, nur damit ich meine Bespassung habe. Pferde sind so leicht manipulierbar, weil sie im Grunde so friedfertig sind sind.
Ich finde da deine Seiten sehr hilfreich....
Der Zweifel, ob reiten gut für die Pferde ist, wird sich halt nicht so schnell auflösen lassen, aber ich werde sehen, wie sich das entwickelt. Ich geniesse auch die Spaziergänge und die Bodenarbet sehr.
Liebe Kelly, ich hoffe, deinen Pferden geht es gut, ich glaube sie sind auch schon älter...ich wünsche dir eine schöne Zeit.

Liebe Grüsse Rika
     
   

Kommentar von Kelly zu Eintrag von Rika:

Hallo Rika,

ich denke, wenn Du auf Dein Gefühl hörst, kannst Du nichts falsch machen :-).

Dass Du Dich bereits mit Pferdeanatomie, Bewegungsgefühl usw. auseinandersetzt ist super.

Deine Worte über das Reiten, wie es "normalerweise" stattfindet, sind leider wahr. Schön, dass es Menschen wie Dich gibt, die die Friedfertigkeit der Pferde nicht für ihre Zwecke missbrauchen, sondern stattdessen den Pferden auf einer gemeinsamen Ebene begegnen.

Ich wünsche Dir und Deinen Pferden alles Gute auf Eurem gemeinsamen Weg.

Herzliche Grüße. Kelly

 
 
 
  Unbekannt schrieb am 27.08.2012  
Hallo Kelly, danke für deine ANtwort. Ich möchte mich noch mal mit einer Frage, bzw. einem Eindruck von mir melden.
Was du über das Nahe sein am Pferderücken schreibst, kann ich gut nachvollziehen......das ist etwas, wonach ich mich auch sehne. Leider zweifle ich daran, dass die Pferdebeine das Gewicht unbeschadet tragen können. ( rede aber von normalgewichtigen Reitern,) Natürlich kommt es hier auf das Mass und die Beanspruchung an. Meinen Pferden habe ich vor 10 Monaten die Eisen abgenommen und sie sind schon noch fühlig,( am Schotter) haben eine sehr dünne Sohle..da wäre die BElastung sicher zu hoch.
Vielleicht kannst du mir noch deine MEinung über das Reitergewicht und die Belastung der Beine mitteilen...vor allem ohne Eisen.
Woran erkennst du, dass deine Pferde es schätzen, wenn du dich draufsetzt, das finde ich ja sehr interessant..
Liebe Grüsse Rika
     
   

Kommentar von Kelly zu Eintrag von Unbekannt:

Hallo Rika,

danke für Deine Rückmeldung.

Dass Pferde nicht von Natur aus in der Lage sind, das Reitergewicht unbeschadet zu tragen, ist wahr. Deshalb ist es ja so wichtig, das Pferd vorher am Boden entsprechend vorzubereiten. Dazu gehören Balanceübungen, pferdegemäße Gymnastik und vieles mehr. Es gibt zahlreiche Bücher über Pferdeanatomie, Bewegungsmechanik und pferdegerechtes Reiten – schau Dich doch einfach mal nach entsprechender Lektüre um, damit Du Dir das nötige Grundwissen aneignen kannst. Kurse und Seminare sind in dieser Sache auf jeden Fall auch zu empfehlen. Nicht zuletzt weil viel Einfühlungsvermögen und Körpergefühl seitens des Menschen erforderlich ist, um die Pferde entsprechend schulen zu können. Einige Ausführungen findest Du hier in meinen Texten, u.a. bei `Aufgekommene Fragen`.

Dass es meine Pferde schätzen, wenn ich sie von ihrem Rücken aus unterstütze, erkenne ich daran, dass sie sich dann noch anmutiger, schwungvoller, geschmeidiger und harmonischer bewegen und mich entsprechend in die Bewegungen mitnehmen :-). Wobei ich das Reiten wie es allgemein betrieben wird nicht meine – sondern vielmehr das Zusammensein mit meinen Pferden und die gegenseitige Kommunikation, immer im Sinne und zum Wohl des Pferdes.

Viele Grüße und viel Freude beim Lernen und Üben. Kelly

 
 
 
  Sina schrieb am 24.08.2012  
Hallo liebe Kelly!

Ich habe in letzter Zeit viel über Clickertraining gelesen. Einerseits finde ich die „Trainingsweise“ sehr gut, da man auf positive Weise belohnen, sehr feine Signale geben kann und und und. Andererseits finde ich es sehr unpersönlich und technisch. Was hältst du vom Clickertraining? Ich bin mir da irgendwie ein bisschen unsicher… Ich glaube ich fände es auch nervig und ich würde mich abhängig fühlen, wenn ich immer einen Clicker mit mir rumtragen müsste… Du arbeitest doch auch mit der positiven Bestärkung?! Machst du es dann wie beim Clickertraining – anstatt des Clicks ein Lobwort? ;-)

Ich wollte auch noch fragen, wie du es machst, dass deine Pferde unangebunden am Anbindeplatz stehen?! Hast du ihnen das Signal „Steh“ beigebracht, oder wie machst du das?! :-)

Ich habe jetzt auch schon viele Bücher von deinen Buchempfehlungen über Selbsterkenntnis und persönliches Wachstum gelesen. Sehr interessant! ;-)

Vielen Dank schon mal für deine Antwort! :-)

Viele Grüße, Sina
     
   

Kommentar von Kelly zu Eintrag von Sina:

Hallo Sina,

herzlichen Dank für Deine netten Zeilen. Es ist toll, dass Du Dir so viele Gedanken machst :-). Gerne möchte ich versuchen, Deine Fragen zu beantworten :-).

Ich selbst verwende keinen Clicker. Ich kenne allerdings viele Menschen, die darauf schwören, einfach deshalb, weil man damit punktgenau reagieren kann. Wenn das Clickertraining richtig gemacht wird, ist es nicht unpersönlich, da der Clicker irgendwann zur Nebensache wird und die Beschäftigung an sich für das Pferd selbstbelohnend wird :-). Wenn Du Dich genauer damit befassen möchtest, guck doch mal bei Marlitt Wendt unter www.pferdsein.de und bei Heike Uthmann ins Clickerforum unter http://www.familie-uthmann.de/Forum/ . Wenn Du Dich mit Lernverhalten allgemein und mit positiver Bestärkung im Besonderen (ohne Clicker) auseinander setzten möchtest, empfehle ich Dir das Buch „Positiv bestärken – sanft erziehen“ von Karen Prior.

Meinen Pferden habe ich zum Stehenbleiben am Anbindeplatz kein Signal beigebracht ;-). Das geschieht alles in gegenseitigem Einvernehmen. Was natürlich nur dann klappt, wenn sich das Pferd auf das Zusammensein mit mir freut.

Dass Du Dich für Selbsterkenntnis und persönliches Wachstum interessierst ist großartig. Ich denke mit sich selbst im Reinen zu sein ist die wichtigste Voraussetzung um mit sich selbst und mit anderen in positiver Art und Weise umzugehen :-).

Ich wünsche Dir weiterhin viele bereichernde Erlebnisse und Erkenntnisse :-).

Viele Grüße und alles Gute. Kelly

 
 
 
  Rika schrieb am 21.08.2012  
Hallo Kelly, einige Jahre verfolge ich nun deine Seiten und muss sagen, sie haben mir in grosser Not schon geholfen. Ich bewundere deine EInstelung und freue mich, dass du deine Erfahrungen und dein Wissen für andere zur Verfügung stellst. Deine Achtsamkeit und deine Liebe zu den Pferden ist beeindruckend.
Ich möchte dir sagen, dass ich auch zu denen gehöre......Ich habe drei Pferde, die eigentlich Reitpferde sind. Als ich mir einen jungen Wallach kaufte, und feststellte, wie dieser sauergeritten war, kam mir das Grausen. Er ging keinen Schritt im Viereck, hatte panische Angst vor der Gerte und ging im Gelände durch. ( ich hatte ihn als Verlasspferd gekauft..) er war ein extremer Kleber, der keinen Zentimeter vom Stall wegging...
Ich fing an, ihn ganz von vorne auszubilden und mit LIebe und Geduld wollte ich ein tolles Reitpferd aus ihn machen.Ich habe viele Kurse besucht und mich sehr schlau gemacht, auch über die NAtur der Pferde. Ich bemerkte, wie sehr Pferde gegen ihre NAtur und gegen ihren Instinkt lernen sollen...nur damit der Mensch sie benützen kann.
Ich bekam solche Schuldgefühle und Gewissensbisse, obwohl ich behaupten kann, ich war die Geduld in Person und immer nur mit positiver VErstärkung uterwegs. Es klappte sehr gut.
Plötzlich sah ich den Sinn nicht mehr in dieser Ausbildung und auch nicht mehr in der Reiterei.Für mich ist es Manipulation, selbst wenn es behutsam und mit Liebe geschieht, kein Pferd kommt für die Reiterei auf die Welt. Von einem Tag auf den anderen stieg ich von meinen Pferden ab ( ich habe einen älteren Wallach, mit dem ich wirklich alleine üerall higehen konnte, also ein echtes Verlasspferd...), und sass nie wieder oben. Ich habe für mich festgestellt, dass Reiten ein Irrtum der Menschheit ist, und Pferde es nicht verdient haben, dass man sie so benützt.
Nun habe ich drei Kuschelpferde, die mit mir spazieren gehen( tut mir auch gut )mit denen ich Bodenspiele mache, Freiarbeit was halt Spass macht. Ich achte sehr auf ihre Signale und respektiere ihre Meinung. Sie sind die liebsten Wesen, die man sich vorstellen kann und ich behaupte, es tut ihnen gut, nicht geritten zu werden, obwohl ich sehr behutsam war.
Ich stehe ziemlich alleine da mit meiner Meinung und bin oft in der Situation, mich erklären zu sollen, weil Pferde sind ja zum Reiten da. Ich würde gerne mal Menschen treffen, die auch ihre Pferde bewusst nicht reiten, rein aus Respekt und aus Liebe zu ihnen. Nicht erst dann, wenn sie gesudheitlich nicht mehr können.
Kommen dir manchmal Pferdebesitzer unter, die auch bewusst nicht reiten? Ich habe noch nie jemanden getroffen....
Liebe Kelly, ich danke dir für deine Homepage und grüsse dich herzlich
L:G.Rika
     
   

Kommentar von Kelly zu Eintrag von Rika:

Hallo Rika,

vielen Dank für Deine tiefgründigen Worte. Ich freue mich, dass Du so gerne in meinen Texten liest und dass Du meine Gedanken und Gefühle teilst. Dankeschön für Dein nettes Lob :-)!

Es ist wundervoll, dass Du mit Deinen Pferden einen Weg der Kommunikation und des Zusammenseins gefunden hast, der Euch so viel Freude und Zufriedenheit bereitet. Ganz herzliches Lob für Deine großartige Einstellung!

Das Reiten ist für mich und meine Pferde eine schöne Nebensache. Den Großteil der gemeinsamen Zeit mit meinen Pferden verbringe ich am Boden :-). Allerdings empfinde ich das Reiten als eine zusätzliche Möglichkeit meinen Pferden nahe zu sein, sich gegenseitig zu fühlen und gemeinsam etwas zu erleben. Ich habe dabei das Gefühl, dass meine Pferde die Zeit, die ich auf ihrem Rücken verbringe genauso genießen wie ich, dass sie diese unmittelbare Nähe zu mir und dieses dabei entstehende besondere Körpergefühl schätzen. Wäre das nicht der Fall, würde ich mich nicht auf ihren Rücken setzen, denn alles was ich tue, geschieht im Einvernehmen mit meinen Pferden. Ich denke, wie bei vielen Dingen, hängt es von der inneren Einstellung ab, wie sich etwas für Pferd und Mensch anfühlt.

Viele Grüße und weiterhin alles Gute für Dich und Deine lieben Fellnasen. Kelly

 
 
 
  Luise schrieb am 20.08.2012  
Hallo kelly,
ich bin's wieder...:)
Leider mit unerfreulichen Nachrichten zu denen ich gerne deinen Rat hören würde:
Vor etwa 2 Wochen haben wir (nMein kleiner Bruder) einen toten Waschbären gefunden, auf öffentlichem Grundstück 100m entfernt von unserem Haus.(...)
Vorgestern morgen, habe ich mit meinem großen Bruder, einen, so dachten wir, schlafenden Waschbären auf unserer Terasse gefunden.
Natürlich haben wir ihn "schlafen" lassen, nur schnell einige Fotos (ohne Blitz) gemacht.
Eine dreiviertel Stunde später hat mein Bruder entdeckt, dass Sich Fliegen an dem Waschbären zuscaffen gemacht haben, er war leider tot.
Nach einiger Überwindung und mit Einmalhandschuhen hat mein bruder in dann in eine Tüte und dann in einen alten Eimer getan und erstmal in den Schatten gestellt.
Meine Mutter hat dann bei diversen Unternehmen angerufen (Tierklinik, Tierarzt, Tierentsorgung,...) aber entweder ging niemand ran oder es war Urlaub.
Kurzerhand haben wir dann beschlossen den Waschbären auf freiem Gelände "auszusetzen".
Da wir keine verletzungen entdecken konnten, h´gehen wir nun von vergiftung aus.
Denn zwei tote Waschbären im Umkreis von 100m und in zwei Wochen...(?)
Meine eigentliche Frage:
Sind dir Solche Fälle von vergifteten Waschbärem bekannt?
Oder was könnte es sonst gewesen sein?
Denn man hört ja immer wieder davon...
Liebe, etwas traurige Grüße

Luise
     
   

Kommentar von Kelly zu Eintrag von Luise:

Liebe Luise,

ich würde auf jeden Fall den örtlichen Tierschutzverein einschalten. Da muss immer jemand erreichbar sein. Falls nicht, würde ich den Vorfall der Polizei anzeigen und die Fotos gleich mitliefern, ebenfalls den "Aussetzort" des toten Waschbären.

Viele Grüße und viel Erfolg. Kelly

 
 
 
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