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  Bisherige Meinungen und Erfahrungen: 
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  Andrea schrieb am 10.02.2013  
Hallo Kelly,

Deine Webseite ist mir schon oft eine Hilfe gewesen. Nicht nur beim Umgang mit Pferden, sondern auch mit Menschen. Danke dafür! Bitte mach weiter so!

Lieben Gruß! Andrea

     
   

Kommentar von Kelly zu Eintrag von Andrea:

Liebe Andrea,

vielen Dank für Deine Worte. Ich freue mich sehr, dass Du in meinen Texten Unterstützung und Hilfe findest :-).

Herzliche Grüße und alles Gute weiterhin. Kelly

 
 
 
  Miriam schrieb am 27.12.2012  
Hallo Kelly,

ich weiß nicht, ob du dich noch erinnerst. Ich hab vor einiger Zeit mal hier in deinem Gästebuch gepostet. Ich hatte damals gefragt ob du gute Literatur zum Thema Pferdefütterung kennst, da ein Fohlen zu uns kommen sollte.
Nun ist der Kleine da und ich hätte nochmal eine Frag und zwar, ob du einen Salz-/Mineralleckstein für deine Pferde hast. Ich bin etwas überfragt bei diesem Thema. In den Büchern wird dazu geraten dem Pferd einen Salz- oder Mineralleckstein anzubieten. Früher habe ich das mit meinem Pferd auch so gemacht. Allerdings sind meine Erfahrungen mit meinen Meerschweichen so, dass Lecksteine nicht gebraucht werden bzw. sogar schädlich wirken, wenn die Fütterung ansonsten ausgewogen ist. Ich habe bei meinem Fohlen ein Blutbild machen lassen und er zeigt keinerlei Mangelerscheinungen. Trotzdem rät mein Tierarzt zu einem Leckstein. Ich weiß nun allerdings nicht, ob ich dieser Empfehlung folgen soll, da ich die Erfahrung gemacht habe, dass Pferde durchaus auch aus Langeweile an den Leckstein gehen und nicht, weil sie zusätzliche Mineralien benötigen. Dann befürchte ich die selben negativen Auswirkungen wie bei den Meerschweinchen. Er bekommt eigentlich ein Mineralfutter. Mein Bauchgefühl rät mir irgendwie davon ab, ihm einen Leckstein in den Auslauf zu stellen. Wie handhabst du das? Haben deine Pferde einen Leckstein? Was für einen? Einen Salz- oder einen Mineralleckstein?

Ich wünsche dir und deinen Lieben einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Viele Grüße
Miriam und Parcival
     
   

Kommentar von Kelly zu Eintrag von Miriam:

Hallo Miriam,

meine Pferde bekommen Mineralfutter, eine Kräuter-Mischung und haben einen Salzleckstein zur Verfügung. Lecksteine sind in der Tat ein heikles Thema, vor allem auch wegen dem was Du ansprichst: dem Lecken aus Langeweile. Warum rät Dein TA zu einem Leckstein, wenn das Blutbild ok ist? Da würde ich mal genauer nachhaken. Denn die sicherste Methode den Bedarf abzuklären ist ein Blutbild. Gerade bei einem Fohlen in der Wachstumsphase würde ich da sicher sein wollen und den TA um detaillierte Informationen bitten.

Viele Grüße und alles Gute. Kelly

 
 
 
  Rika schrieb am 21.12.2012  
Hallo Kelly, ich möchte mich mal wieder melden und dir meine Freude mitteilen, die ich mit meiner Stute erlebe. Ich denke auch diese positiven Geschichten sollen für andere zugängllich sein, und motivieren, auf unsere Pferde zu hören und auf sie einzugehen.
Ich habe meine Stute jetzt drei JAhre. Sie war sterbenskrank und sollte geschlachtet werden. Sie war kaputt gearbeitet, stand in der Box und wurde schlecht behandelt. Ich kaufte sie und übersiedelte sie in einer Herde, sie lebt jetzt auf sehr grossen Weiden mit ihren Pferdefreunden, wo auch meine anderen beiden Wallache sind. Die Vorbesitzer glaubten, sie würde den Umzug nicht überleben.
Nach drei JAhren kann ich sagen, sie ist ein anderes Pferd geworden. Gesundheitlich geht es ihr so gut, dass sie seit 2 Jahren kein Medikament mehr braucht. Bis auf ein wenig Arthrose, die ihr aber keine Beschwerden macht, ist sie gesund und munter und freut sich über ihr Leben. SIe braucht nichts arbeiten, sondern wird verwöhnt. Von weitem rennt sie zu mir, wenn sie mich nur spürt und brummelt mich an ( natürlich wegen dem LEckerlie....)
Sie ist sehr sensibel und misstrauisch, geniesst jetzt aber schon die Stricheleinheiten und Zuwendungen, was lange nicht so war. SIe war für mich ziemlich gefährlich, verletzt mich einige male schwer. ( Einige Frakturen )
Sie zeigte mir, wie behutsam und vorsichtig wir mit Pferden umgehen müssen, und was dann entstehen kann...durch sie habe ich die feinen Signale der Pferde lesen gelernt. Ich gehe darauf auch ein und berücksichtige die AUssagen meiner Pferde.Da ich ja meine Pferde nicht reite, müssen sie auch nicht funktionieren, sie leben so frei wie möglich, und entscheiden selber, in welcher Form sie mit mir zusammen sein möchten. Ich glaube, das hat meiner Stute das Leben gerettet. Die Tierärzte können es fast nicht glauben, was aus diesem Pferd geworden ist. Sie ist ein bezauberndes, kuscheliges Prinzesschen geworden, das sehr deutlich spricht und Emotionen zeigt.
Dazu muss ich sagen, dass meine heutige Einstellung zu Pferden und meine Selbstverständlichkeit über die Art und Weise, wie ich mit ihnen leben möchte, auch dein Verdienst ist. Würdest du diese Seiten nicht betreiben, hätte ich meinen, früher gelernten Umgang mit Pferden, nicht hinterfragt.
Da die Gesundheit, die Freiheit und die Befindlichkeit meiner Pferde die wichtigsten Dinge sind, empfinde ich diese Erfahrung als eine sehr gelungene Veränderung für meine Stute. Ich freue mich jeden Tag darüber, und hoffe, sie bleibt noch sehr lange bei mir, sowie meine beiden anderen Pferdchen.
Liebe Kelly, ich wünsche dir schöne Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue JAhr.
Ich verbringe meinen heiligen Abend natürlich bei meinen Pferdchen im Stall, für mich der beste Platz an diesem Tag.

Liebe Grüsse
Rika



     
   

Kommentar von Kelly zu Eintrag von Rika:

Hallo Rika,

Danke, dass Du meine Besucher und mich an Deinen Erlebnissen, Erfahrungen und Erkenntnissen Teil haben lässt. Es ist großartig, dass Du Deinen Weg gefunden hast. Ich wünsche Dir weiterhin alles erdenklich Gute!

Herzliche Grüße. Kelly

 
 
 
  Nikita schrieb am 15.12.2012  
Liebe Kelly,vielleicht kannst Du mir bei folgender Frage helfen. Ich träume sehr viel von meinem Pferd das sind sehr intensive Träume. Manchmal beängstigend ,oft sehr schön weil wir uns im Traum immer ohne Worte verstehen. es sind nie Reitsituationen eher aus dem normalen Menschenleben.
Hast Du das auch schon erlebt ?
     
   

Kommentar von Kelly zu Eintrag von Nikita:

Hallo Nikita,

ich denke jeder Pferde-Mensch träumt hin und wieder von (seinen) Pferden. So wie wir alle unsere Erlebnisse, Freuden, Ängste und Sehnsüchte in unseren Träumen wiederfinden.

Viele Grüße. Kelly

 
 
 
  Ulli schrieb am 11.12.2012  
Liebe Kelly!
Mein Name ist Ulli und bin die Mama von Elena, die dir das Problem mit dem Hengst geschildert hat. "Kar Tejon" (Name vom Hengst) steht auf einem Hof in Tirol (Bezirk Kitzbühel), der Ende des Jahres 2012 geschlossen wird. Das Pferd konnte, obwohl nicht für ihn bezahlt wurde, auf diesen Hof leben und er wurde gut behandelt. Seine Besitzerin hat ihn wirklich toll erzogen, konnte sich aber aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr um ihn kümmern. Jetzt das Problem - wohin mit diesem Pferd. Mein Mann und ich haben, obwohl wir von Pferden nichts verstehen (für mich wunderschöne und tolle Tiere) alles mögliche versucht ihn irgendwo unterzubringen. Im ganzen Bezirk habe ich einen einzigen Pferdehof gefunden, die Hengste nehmen würden - aber der monatliche Aufwand, ist für uns nicht bezahlbar. Wir suchen unbedingt einen Käufer wo er es gut hat. Er ist ein Schulpferd, tolles Reitpferd, Zuchthengst (Araber) - ein Hengst. Ich wusste nie (ich keine Ahnung von Pferden), dass das so ein Problem ist. Wir wären dankbar wenn du irgendjemanden wüsstest der Interesse an diesem Pferd hat oder vielleicht auch einer deiner Leser. Elena hat auf youtube unter "Kar Tejon" ein oder zwei Filme reingestellt. Ich kann nur an den Hofbesitzer weitervermitteln, der sich wiederrum mit der Besitzerin (die auch alles versucht um ihn gut unterzubringen) in Verbindung setzt. Sollte er bis zum letzen Tag nicht verkauft werden kommt der Händler ....! Hab mir mittlerweile schon Nummern von Gnadenhöfen rausgesucht, sollte es wirklich soweit kommen. Weiss aber noch nichts definitives. Wären wirklich dankbar, wenn jemand, der sich gut mit Pferden auskennt, Tejon nehmen könnte.
Liebe Grüße Ulli
     
   

Kommentar von Kelly zu Eintrag von Ulli:

Liebe Ulli,

ich drücke die Daumen, dass sich für Kar Tejon ein Platz findet. Natürlich werde ich mich auch umhören und die Situation weiter erzählen, in der Hoffnung, dass für den netten Hengst ein guter Platz gefunden wird. Toll, dass Ihr Euch so liebevoll für Kar Tejon einsetzt - ganz liebes Lob.

Viele Grüße. Kelly

 
 
 
  Elena schrieb am 02.12.2012  
Hallo Kelly!

Ich stehe vor einem Problem und ich wollte dich (ich hoffe ich darf du sagen) nach deiner Meinung dazu fragen.

Seit November 2011 hab ich ein Pflegepferd: einen 19-jährigen Araberhengst. Er ist super erzogen, aber bevor ich kam ist er einfach nur rumgestanden, weil die Besitzerin psychische Probleme hat/hatte. Er war anscheinend ein erfolgreiches Springpferd und ging im Reitunterricht immer mit Stuten und Wallachen mit, allerdings musste er immer allein auf der Koppel stehen da es mit Stuten sowieso nicht ging und mit Wallachen/Hengsten hat er sich, soweit ich gehört hab, nie verstanden. Er lässt sich zwar super händeln, wenn ich an anderen Pferden vorbeigehen muss, aber er kann leider nicht mit den anderen Pferden auf die Koppel. Ansonsten ist er super brav, intelligent und ich hab ihn total lieb gewonnen.

"Mein" Hengst steht nun zum Verkauf und meine Familie und ich (ich bin erst 16) überlegen uns ihn zu kaufen. Nun hätte ich eine Frage: Wenn ich den Hengst jetzt noch mit seinen 19 Jahren legen lassen würde, hätte das überhaupt noch einen Sinn? Und wie hoch sind die Risiken einer Kastration in diesem Alter? Und WIE würdest du ihn kastrieren lassen (Klinik, im Stehen, Liegen)?

Über eine Antwort wäre ich dir sehr dankbar!
Lg Elena

     
   

Kommentar von Kelly zu Eintrag von Elena:

Liebe Elena,

Danke für Deine Erzählung.

Meiner Erfahrung nach sind Hengste unkompliziert mit Wallachen und/oder anderen Hengsten im Offenstall zu halten, wenn keine Stuten dabei sind und der Stall genug Platz bietet (was immer notwendig ist). Ein Hengst, der sein Leben lang keinen freien Sozialkontakt zu Artgenossen hatte, muss auf jeden Fall behutsam wieder resozialisiert werden, die Eingliederung in eine Herde muss langsam und mit Bedacht und Pferdeverstand erfolgen. Ob als Hengst oder als Wallach, er muss erst wieder lernen mit anderen Pferden in der Herde zu leben. Ob eine Kastration notwendig ist, ist Ansichtssache. Wenn sich eine pferdegemäße Haltung unter Wallachen bzw. anderen Hengsten positiv realisieren lässt, sehe ich keine Probleme. In "normalen" Offenställen ist ein Wallach sicher einfacher als ein Hengst, da oft gemischte Herden gehalten werden. Die Stallsuche ist also mit einem Hengst eingeschränkter als mit einem Wallach. Wenn eine Kastration erfolgen soll, müsste auf jeden Fall mit einem kompetenten Tierarzt darüber beraten werden, wie die Kastration durchgeführt wird. Die Kastration an sich ist kein heftiger Eingriff, nur die Narkose muss detailliert auf das Pferd abgestimmt und während der Operation permanent überwacht werden.

Ich wünsche Dir und Deinem Hengst alles Gute auf Eurem gemeinsamen Weg.

Herzliche Grüße. Kelly

 
 
 
  Sina schrieb am 22.11.2012  
Hallo liebe Kelly,

ich lese seit einiger Zeit sehr gerne und viel auf http://www.zeitzuleben.de/. Durch einen Link auf deiner Website bin ich auf 'Zeit zu leben' gekommen und dort habe ich die Selbstlernkurse (http://www.zeitzuleben.de/selbstlernkurse/) entdeckt. Dann dachte ich mir, so einen Selbstlernkurs kaufe ich mir. Allerdings sind die nicht gerade billig (oder sind das normale Preise?!). Da habe ich mir gedacht, ich frage erstmal dich, ob du schon Erfahrungen mit einem der Selbstlernkurse hast oder was du davon hältst. Was ist deine Meinung dazu? Oder kannst du etwas anderes (Bücher, ...) zu diesem Thema mehr empfehlen?

Freue mich schon auf deine Antwort!

Liebe Grüße, Sina
     
   

Kommentar von Kelly zu Eintrag von Sina:

Hallo Sina,

ich freue mich sehr, dass Du Dich so intensiv mit der Entfaltung Deiner Persönlichkeit beschäftigst. Zeitzuleben ist eine großartige Webseite mit tollen Angeboten. Die Preise sind für derartige Kurse normal und im üblichen Bereich. Zudem gibt es auf zeitzuleben.de zahlreiche kostenlose Artikel und Übungen zum Thema Persönlichkeitsentwicklung uvm., vielleicht kannst Du da mal ein wenig reinschnuppern und für Dich selbst ausprobieren, wie Du mit der Gestaltung der Selbstfindungsübungen zurecht kommst. Bevor Du Dich für einen kostenpflichtigen Kurs entscheidest, kannst Du Kontakt mit dem Autor und/oder der Autorin aufnehmen, da bekommst Du Rat, welcher Kurs gut für Dich geeignet ist. Die Autorin von Zeitzuleben ist übrigens Tania Konnerth, die als Pferdebesitzerin und einfühlsame Pferdefrau auch auf der Webseite www.wege-zum-pferd.de schreibt und berät. Seit Kurzem schreibt sie zwar nicht mehr für zeitzuleben, aber etliche ihrer tollen Artikel und Übungen sind auf zeitzuleben zu finden.

Ich wünsche Dir alles Gute und viele bereichernde Erlebnisse und Erkenntnisse auf Deinem Weg.

Herzliche Grüße. Kelly

 
 
 
  Meike schrieb am 17.11.2012  
Hallo,
mir brennt seit gestern ein Problem unter den Nägeln, das mich sehr beunruhigt bzw. auch ängstigt.
Zunächst eine kleine Vorgeschichte: ich habe meine Stute seit sie 5 ist, mittlerweile ist sie 22. Sie ist eher pferde- als menschenbezogen, aber wir haben es geschafft, uns eine gute Beziehung aufzubauen. D.h. wir haben Spaß miteinander, sie kommt (sie lebt im Offenstall) auf Zuruf freudig angetrottet, manchmal auch gerannt, streckt ihre Nase ins Halfter und folgt mir ohne Weiteres, ist motiviert bei unseren gemeinsamen Beschäftigungen (Bodenarbeit, Freidressur, manchmal auch noch Dressur-Reiten, Gelände).
Seit gestern haben wir ein neues Pferd im Stall; seit ca. 2 Jahren stand die Stute zu zweit mit einem Wallach zusammen, und davor in einer größeren Stutenherde aus bis zu 20 Pferden (ca. 6 Jahre lang), ganz früher in der Box. Die drei haben sich nach ein wenig Gequietsche gut vertragen. Als ich gestern Abend mein Mädchen holen wollte, kam sie nicht, sondern stand dicht bei der neuen Bewohnerin. Ich ging zu ihr, begrüßte sie, streifte ihr das Halfter über und drehte mich wie sonst auch um, um sie von der Koppel zu führen. Sie ging drei Schritte mit, blieb stehen. Ich klopfte leicht auf ihre Schulter (unser Zeichen, dass sie weitergehen soll), sie folgte wieder drei, vier Schritte, blieb erneut stehen. Das haben wir eine Weile weitergeführt, und plötzlich kamen die zwei Anderen im Karacho angebraust und mein Pferd verwandelte sich unvermittelt in ein prustendes, hektisches, um mich herumtrabendes Wesen. Das gab es sicherlich seit einem Jahrzehnt und länger nicht mehr. Weil ich keine Lust hatte, inmitten einer aufgebrachten Pferdegruppe durch den schmalen Koppelgang zu gehen, habe ich meine Stute wieder freigelassen, nachdem sie kurz stillgestanden und nicht mehr wie irr am Strick gezerrt hatte. Danach rasten alle drei einträchtig, aber höchst aufgeregt über die Wiese. Ich wartete, bis sie sich wieder beruhigt hatten, und startete einen neuen Versuch, aber diesmal ließ mein Pferd mich nicht mal mehr den Strick befestigen.
Also habe ich die gesamte Herde sanft Richtung Stall getrieben, denn zumindest ihr Futter wollte ich meinem Pferd noch geben, sie zumindest kurz herausholen. Das gelang auch, allerdings war sie sehr, sehr aufgeregt, rannte hin und her, soweit es der Strick erlaubte, wieherte andauernd, wirkte fast panisch, obwohl ihre beiden Herdengenossen sich kaum 5 Meter entfernt befanden und deutlich sichtbar waren.
Ich habe das Gewieher und Gepruste ignoriert und habe mich ihr gegenüber so verhalten, wie ich es sonst tue - also in alle Ruhe den Futterbehälter gefüllt und serviert. Sie hat sogar gefressen, d.h. Maulvoll nehmen, drehen, gucken, wiehern, drehen, Maulvoll nehmen, gucken, wiehern, versuchen sich loszureißen...
Ich habe dann, nachdem sie nicht mehr fressen wollte, mit dem zurückbringen noch gewartet, bis sie sich ein wenig beruhigt hatte, sie noch eine Weile gestreichelt (als Bestätigung) und sie erst dann wieder zur Herde gebracht.
Sie hat sich sofort zwischen ihren alten Partner und die neue Stute gestürzt, mit peitschendem Schweif und ängstlichen Augen, den gesamten Körper wie eine Sprungfeder gespannt, den Hintern dem bisherigen Freund zugekehrt; wehe er kam näher, dann hat sie ihn getreten, obwohl er bisher der Ranghöhere war. Sie wirkte auf mich, als hätte sie zwar Schiss, ihn zu treten, aber noch mehr Schiss, er könne an die Neue kommen. In dieser Haltung blieb sie, völlig angespannt, während die anderen Beiden Heu fraßen. Manchmal umkreiste sie die neue Stute auch wie ein Schäferhund, und als sie (vielleicht nach einer Stunde?) der Neuen mal erlaubte, den Wallach zu beschnuppern, quietschte diese, rannte weg, während mein Pferd sich sofort auf den Wallach stürzte und ihm im vorbeirennen gegen die Brust trat.

Jetzt meine Frage: was bedeutet dieses Verhalten? Hat mein Pferd eine Freundin vermisst? Ist sie verwirrt und denkt, die Neue wäre ihr Fohlen? Welchen Grund gibt es, dass sich ein bisher ruhiges, zufriedenes Tier so verhält?!
Ich kenne so ein Verhalten von ihr nicht, in den ganzen 17 Jahren hat sie noch nie so extrem an einem einzelnen Tier gehangen, und sie hat noch nie ein Pferd vor einem anderen verteidigt.
Es macht mich auch traurig, dass sie plötzlich nichts mehr von mir wissen will :-(

Liebe Grüße
Meike
     
   

Kommentar von Kelly zu Eintrag von Meike:

Hallo Meike,

Du solltest das Verhalten Deines Pferdes nicht persönlich nehmen. Ich würde der Stute Zeit lassen, sich an die neue Situation zu gewöhnen. Es ist völlig normal, dass eine derartige Umstellung ersteinmal für Aufregung unter den Pferden sorgt.

Viele Grüße und alles Gute. Kelly

 
 
 
  Margot schrieb am 07.11.2012  
Liebe Kelly,
deine Seite ist total schön und hat mir viel Mut gemacht. Ich musste mein Pony zwischenzeitlich in eine Box verbringen. Zumindest dachte ich das, ich habe, weil es ein Hafi ist, immer ein bisschen Angst vor Hufrehe.
Ich mochte die Leute in diesem Stall ganz gern, aber so sehr ich es mir einredete - ich konnte sie da nicht lassen. Deine Seite hat mir Mut gemacht zu hinterfragen und weiterzusuchen. Im alten Stall war dann leider die Box weg, außerdem konnte ich da nicht wirklich durchsetzen, dass man vorsichtig füttert.
Jetzt habe ich einen tollen Stall mit großen aber mageren Weiden gefunden und vielen anderen Hafis zum Spielen. Ich muss halt 8 km mehr fahren -aber das ist es mir wert! Und, wenn ich Lust habe, mal nicht auszureiten gibts sogar ne Halle und einen Sandplatz zum Spielen.
Alles Liebe und Gute für deine Tiere!
     
   

Kommentar von Kelly zu Eintrag von Margot:

Liebe Margot,

Danke für Deine netten Zeilen :-).

Es ist schwierig einen Stall zu finden, in dem alle Bedürfnisse - gerade für rehegefährdete Pferde - berücksichtigt werden. Ich kann Deine Entscheidung für den Stallwechsel deshalb gut nachvollziehen. Dass Dein Pony die Möglichkeit hat, ausgiebig mit anderen Pferden zu spielen, ist großartig. Dass Du die weitere Anfahrt in Kauf nimmst, ist toll. Dein Pferd wird es Dir mit Ausgeglichenheit und Freude danken :-). Schön, dass Du Dir so viele Gedanken um Gesundheit und Wohlbefinden Deines Pferdes machst - ganz liebes Lob!

Herzliche Grüße und weiterhin alles Gute für Dich und Dein Pony. Kelly

 
 
 
  Rika schrieb am 04.11.2012  
Liebe Kelly, sehr herzlichen Dank für deine Antwort. Sie hilft mir sehr weiter. Es ist gar nicht so einfach, sein eigenes WIssen aufzubauen, da so viele unterschiedliche Meinungen, auch von " Fachleuten " herrschen. Jeder sagt was anderes und ist überzeugt, seine Meinung ist die RIchtigste.
Dank deiner Homepage und der Möglichkeit hier zu schreiben, lerne ich, zu hinterfragen und mir meine eigenes Wisen aufzubauen. Liebe Kelly, ich danke dir, dass du diese Möglichkeit für alle offenhältst. Wahrscheinlich weisst du gar nicht ( oder doch? )wie hilfreich dies ist..ich habe dadurch gelernt, mit meinen Pferden andere Wege zu beschreiten, und ich kann dir sagen,sie zeigen mir jden Tag, wie toll das ist.
Liebe Grüsse
Rika
     
   

Kommentar von Kelly zu Eintrag von Rika:

Hallo Rika,

Danke für Deine Worte. Dass meine Texte so viel Hilfestellung bieten, freut mich riesig und ermuntert mich, weiterhin meine Erfahrungen öffentlich aufzuschreiben :-).

Ich weiß, dass es sehr schwer ist die Wahrheit von den vielen Unwahrheiten zu unterscheiden. Auch ich habe viele "Fehler" gemacht, weil ich manchmal den falschen Aussagen geglaubt habe. Die Suche nach dem Heilgen Gral ist dagegen ein Klaks ;-). Auf dieser Suche nach der Wahrheit bzw. dem was wirklich pferdegerecht ist und auch durch manche "Fehler" habe ich gelernt, auf mein Gefühl zu hören und vor allem auf die Botschaften der Pferde. Besonders was Haltungsbedingungen und Umgang angeht, denn Pferde teilen sich eindeutig mit. Wegen Pferdegesundheit, einschließlich Hufe, etc. habe ich gelernt Hintergrundwissen zu sammeln. Nur was sich logisch anatomisch bestätigen lässt, kann richtig sein. Dieser Weg ist zwar aufwändig und mühsam, aber absolut lohnenswert. Ich möchte Dich ermuntern, weiterhin auf Dein Gefühl zu hören und so viel Wissen wie möglich zusammen zu tragen. Wenn Dir etwas unschlüssig ist, dann frage nach. Wenn etwas ein ungutes Gefühl verursacht, suche einen anderen Weg.

Ich denke, neugierige Menschen lernen nie aus. Und das ist gut so. Immer wieder tun sich neue Erkenntnisse auf, wenn wir offen dafür sind :-). Und wenn wir erkennen, dass es einen besseren Weg gibt als den bisherigen, dürfen wir mutig genug sein, Neues auszuprobieren, immer mit dem ehrlichen Feedback unserer Pferde, das uns den richtigen Weg weißt :-).

Ich wünsche Dir alles Gute! Schön, dass es Menschen wie Dich gibt.

Viele liebe Grüße. Kelly

 
 
 
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